Montag, 25 Mai 2015 00:00

NOTRUF

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Europaweit gilt für Feuerwehr und Rettungsdienst die Notrufnummer 112.

Der Notruf ist kostenfrei. Nutzen Sie den Notruf für Brände, Unfälle und akute medizinische Notfälle.

Menschen mit einer Hör- oder Sprachbehinderung haben die Möglichkeit, den Notruf mittels Fax abzusetzen.

Diesen Vordruck können die Betroffenen schon vorsorglich mit ihrer Adresse versehen und im Bedarfsfall sehr schnell, durch einfaches Ankreuzen, ausfüllen und an die Notrufnummer 112 senden.

Über das Notfallfax können die Feuerwehr, der Rettungsdienst, der kassenärztliche Vertretungsdienst und die Polizei angefordert werden. Jedes eingehende Notfallfax wird sofort beantwortet, damit der Hilfesuchende darüber informiert ist, dass Hilfe unterwegs ist. 

Was sind nun die wichtigsten Informationen für den Menschen am anderen Ende der Leitung?

Vielen sind sie noch aus dem Erste-Hilfe-Kurs bekannt, die 5 W Fragen, die jeder kennen sollte um bei einer Notrufmeldung genaue Angaben zum Notfall machen zu können.

Viele Ersthelfer, die bereits einmal in der Situation waren einen Notruf absetzten zu müssen, wissen an welche Belastungsgrenzen man in Notfall kommen kann. An die richtigen 5 W Fragen zu denken gelingt in einer Notfallsituation den Wenigsten.

Aus dieser Erfahrung heraus versuchen die Disponenten der Rettungsleitstellen seit langer Zeit durch gezieltes befragen der Anrufenden die notwendigen Informationen zu Notfallort und -geschehen zu erhalten. Diese Art der Befragung erweist sich oftmals als zeitaufwendig und stößt bei dem Anrufer teilweise auf Unverständnis, da sich dem Anrufer der Sinn des Notrufdialogs nicht erschließt.

Die standardisierte Notrufabfrage beinhaltet immer das gleiche Abfrageschema und sie wird von jeden Disponenten der Rettungsleitstelle durchgeführt. Der Disponent eröffnet sein Gespräch sofort mit der Frage nach dem Notfallort und nimmt dadurch die Gesprächsführung in seine Hand.

Eine strukturierte Notrufabfrage navigiert durch den gesamten Notrufdialog und führt innerhalb kürzester Zeit zu einer zielgerichteten Alarmierung der Einsatzkräfte.

Für den Anrufer erweist sich die standardisierte Notrufabfrage als Vorteilhaft, da er in der besonderen Situation des Notfalls vom Disponenten durch das Gespräch geführt wird.

Nachdem die Einsatzkräfte alarmiert wurden bietet der Disponent dem Anrufer weitere Hilfe- und Verhaltenshinweise an. Diese reichen bei medizinischen Notfällen von der einfachen Erste-Hilfe bis zur Telefonreanimation. Bei der Telefonreanimation wird der Ersthelfer durch den Disponenten telefonisch in der Laienreanimation angeleitet und nach Möglichkeit so lange begleitet, bis der Rettungsdienst eintrifft.